Das sollten Sie beim Investieren in Blockchain-Startups beachten

Der Markt der Startups, die im Bereich Blockchain aktiv sind, hat sich in den letzten 24 Monaten zum Positiven gewandelt. Noch vor zwei Jahren bestand ein großes Problem für Investoren darin, dass es sehr viele Blockchain-Startups gab, die schlichtweg nicht überlebensfähig waren und bei Anlegern daher nur zu Verlusten geführt haben. Mittlerweile ist der Anteil der Startups am Gesamtmarkt, bei denen sich eine Investition lohnen kann, deutlich angestiegen.

Nach welchen Kriterien sollte eine Investition in Blockchain-Startups erfolgen?

Trotzdem der Anteil an investierbaren Startups größer geworden ist, besteht nach wie vor die Notwendigkeit, eine solide Selektion der infrage kommenden Unternehmern vorzunehmen. Hilfreich sind einige Kriterien, nach denen die Investition in Blockchain-Startups erfolgen kann. Experten nennen an dieser Stelle unter anderem die folgenden Merkmale eines Startups sowie Kriterien, die genau geprüft werden sollten:

  • Technologie
  • Bewertung (inkl. Token)
  • Potenzial und Status des Projektes
  • Team

Besonders aussichtsreich scheint nach Ansicht mehrerer Fachleute derzeit ein Investment zu sein, welches eine Mischung aus Equity und Token beinhaltet. Neben dem Potenzial des Projekts spielt auch das Team eine große Rolle, welches hinter dem Startup und der Geschäftsidee steckt. Denn die Erfolgsaussichten hängen meist mit der Qualität der Entwickler und Projektmanager zusammen.

Mehrwert bei der Technologie als zentraler Punkt

Ein entscheidender Punkt bei der Auswahl von Blockchain-Startups, bei denen ein Investment lohnen könnte, ist der Mehrwert der genutzten Technologie. Es geht vor allem darum, ob diese Technologie marktfähig ist und einen echten Mehrwert liefern kann. Dabei muss es sich nicht zwingend um eine bahnbrechende neue Technologie handeln, sondern es ist bereits ausreichend, wenn ein Unternehmen die bekannte Blockchain-Technologie in einem Punkt nutzt, weiterentwickelt oder verändert hat. Trotzdem sind insbesondere solche Blockchain-Startups interessant, die neue Grundlagentechnologien entwickeln. Diese müssen aber einen möglichst breiten Nutzen am Markt haben.

Wie kann ein Investment in der Praxis erfolgen?

Auch im Jahre 2019 ist die gängigste Form des Investments in ein Blockchain-Startup der Kauf von Token, also der Anteils- bzw. Bezugsscheine des Unternehmens. Ein Grund ist auch, dass klassische Investments in Unternehmen, die oft über den Erwerb von Aktien erfolgen, bei Startups selten praktikabel sind, da ein Börsengang für die Blockchain-Startups (noch) zu teuer ist. Grundsätzlich stehen besonders institutionellen Anlegern jedoch immer mehr Optionen zur Verfügung, auf welche Weise sie in Blockchain-Projekte investieren können.

Der Kauf von Aktien ist eine dieser Optionen, allerdings nicht über die Börse (aus dem zuvor genannten Grund), sondern von anderen Investoren, die sich durch den Direktkauf der Aktien bereits an dem Unternehmen beteiligen. Allerdings ist die Anzahl der Startups, die bereits Aktien ausgeben, eher gering. Daher schafft es für Investoren eine deutlich breitere Auswahl von Anlageoptionen, wenn sie indirekt investieren. Das bedeutet, sie konzentrieren sich auf Unternehmen und legen ihr Kapital in diese Firmen an, die wiederum in Blockchain-Startups investieren. Somit besteht auch im Hinblick der erfolgreichen Entwicklung eine direkte Verbindung beim Investment zwischen Startup und dem Unternehmen, an dem Sie sich beteiligen. Eine weitere Investmentoption sind Krypto-Fonds, außerdem existiert mittlerweile auch der erste Blockchain-Aktienfonds am Markt.

Anleger haben demnach folgende Möglichkeiten, wie sie in ein Blockchain-Startup investieren können:

  • Kauf von Token
  • Private Equity (Direktbeteiligung)
  • Erwerb von Aktien
  • Kauf von Aktien eines Unternehmens, das in das Startup investiert oder eine signifikante Geschäftsbeziehung zu diesem hat
  • Krypto-Fonds
  • Blockchain-Aktienfonds

Neue Blockchain-Startups

Die Anzahl der Startups, die die Blockchain-Technologie nutzen und zum Teil weiterentwickeln, steigt weltweit deutlich an. Daher gehen auch in diesem Jahr einige Unternehmen an den Markt, die ein interessantes Investment darstellen könnten, wie zum Beispiel:

  • Smart Valor
  • Fieldcoin
  • Shivom

Smart Valor zum Beispiel ist ein Projekt, das sich auf das menschliche Genom konzentriert. Die Technik soll es ermöglichen, dass Menschen global ihre persönlichen genetischen Angaben hochladen, sodass letztendlich eine Plattform entsteht, über die Gendaten verwaltet werden können. Im Vordergrund steht dabei eine fälschungssichere Verwahrung der Daten.

Fieldcoin hat eine Plattform entwickelt, die im Bereich der Landwirtschaft eingesetzt werden soll. Diese soll es ermöglichen, dass sich Investoren und Besitzer eines landwirtschaftlichen Gutes finden können, die ein Projekt finanzieren möchten. Ebenfalls soll es über die Plattform möglich sein, Grundbesitz zu kaufen und zu verkaufen.

Bei Smart Valor handelt es sich um ein Blockchain-Startup, das in der Schweiz ansässig ist. In deren Fokus steht das Schaffen eines weltweiten Handelsplatzes, über den digitale Vermögenswerte gehandelt werden können. Dazu sollen zum Beispiel Währungen jeder Art oder auch außerbörsliche Beteiligungen zählen.

Die genannten Startups sind nur drei Beispiele für zahlreiche Unternehmen, die zumindest den Plan haben, die Blockchain-Technologie einzusetzen. Dies soll zum Beispiel geschehen, um Abläufe zu automatisieren oder Daten fälschungssicher zu speichern. Zum Einsatz kommen dann oft Smart Contracts und Distributed Ledger. Bei den Smart Contracts handelt es sich um Computerprotokolle, durch die automatische Verträge kreiert werden können, die beim Eintreten definierter Ereignisse generiert werden. Distributed Ledger ist hingegen eine spezielle Technologie, die vor allem eine dezentrale Datenbank beinhaltet. Diese sorgt dafür, dass die Mitglieder des Netzwerks sowohl eine Schreib- als auch eine Leseberechtigung besetzen.

Fazit: Blockchain-Startup als interessanter Markt für Investoren

Der Markt der Blockchain-Startups scheint sich auch in diesem Jahr weiter zu festigen, – es wird zunehmend auf Qualität statt auf Quantität gesetzt. Für Anleger ist dies eine erfreuliche Entwicklung, zumal immer mehr Anlageoptionen für ein Investment zur Verfügung stehen, von Token über Direktbeteiligungen bis hin zu speziellen Fonds. Eine Investition sollte jedoch gut durchdacht sein, denn die Selektion erfolgsversprechender Startups ist nach wie vor essentiell.